Mit der Zahnradbahn hinauf nach Rigi Kulm – so lässt es sich entschleunigen und die Natur geniessen. Bild: Michi Captures
Die Rigi blickt auf eine lange Geschichte als Reiseziel zurück. Schon im Spätmittelalter machten sich Pilgerinnen und Pilger auf den Weg zur Königin der Berge, später prägten Gäste der Belle Époque das Bild. Über Generationen hinweg war die Rigi ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Nähe zur Natur. Diese Tradition bildet heute die Grundlage für ein konsequentes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, das sowohl den Schutz der Landschaft als auch ein bewusstes Reiseerlebnis in den Mittelpunkt stellt.
Ein Grossteil der Gäste reist mit dem öffentlichen Verkehr an. Rund 70 Prozent nutzen Bahn und Schiff, was nicht zuletzt auf die sehr gute Erschliessung der Region zurückzuführen ist. Vom Zürcher Hauptbahnhof gelangen Sonnenhungrige in nur 90 Minuten auf die Rigi Kulm. Die RIGI BAHNEN AG setzt ein klares Zeichen für umweltfreundliche Mobilität, indem sowohl das Generalabonnement als auch der Swiss Travel Pass akzeptiert werden. Kinder reisen in Begleitung Erwachsener kostenlos. Besonders beliebt ist die Anreise über Luzern: Mit dem Schiff geht es über den Vierwaldstättersee nach Vitznau, von dort mit der Zahnradbahn hinauf auf die Rigi und anschliessend via Goldau zurück ins SBB-Netz. Die An- und Abreise wird so zu einem integralen Bestandteil des Naturerlebnisses.
Nachhaltige Technik auf historischen Schienen
Die Rigi Bahnen verbinden Tradition mit moderner Technik. Als älteste Bergbahn Europas stehen sie exemplarisch für den Wandel im alpinen Verkehr. Während ältere Fahrzeuge die bei der Talfahrt entstehende Bremsenergie noch ungenutzt abgeben, speist die neue Fahrzeuggeneration diese Energie als Elektrizität ins eigene Netz zurück. Die zurückgewonnene Energie wird direkt für bergwärtsfahrende Züge genutzt und reduziert den externen Strombedarf. Damit leisten die Bahnen einen messbaren Beitrag zur Energieeffizienz im Berggebiet.
Über dem Nebelmeer: Die neuen Fahrzeuge der Rigi Bahnen können die Bremsenergie nutzen und Strom zurück ins Netz speisen. Bild: Brigitte Marty
Artenvielfalt gezielt fördern
Auch ökologisch nimmt die Rigi eine besondere Stellung ein. Rund 50 Prozent aller in Mitteleuropa heimischen Orchideenarten wachsen auf ihren Wiesen. Um diese Vielfalt langfristig zu erhalten, werden definierte Flächen entlang von Wanderwegen und Bahntrassen nur einmal jährlich im Herbst gemäht. Diese extensive Bewirtschaftung schafft wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, fördert Bestäuberinsekten und prägt das charakteristische Landschaftsbild der Rigi nachhaltig.
Autofreier Tourismus als Grundprinzip
Rigi Kaltbad ist autofrei, und die Rigi ist Teil der Gemeinschaft autofreier Tourismusorte der Schweiz. Dieses Konzept sorgt für Ruhe, saubere Luft und eine hohe Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig werden Emissionen und Verkehrsbelastung deutlich reduziert. Das umfassende Engagement wurde von Schweiz Tourismus mit der höchsten Auszeichnung des Programms Swisstainable – „Leading“ – gewürdigt.
Der Rigi Batzen
Mit dem sogenannten Rigi Batzen können Gäste zusätzlich Verantwortung übernehmen. Der freiwillige Nachhaltigkeitsbeitrag kann nach jedem Kaufabschluss im Rigi Onlineshop bewusst ausgewählt werden. Der daraus generierte Betrag fliesst direkt in Projekte in der Region und unterstützt gezielt Massnahmen in den Bereichen Umwelt, Infrastruktur sowie lokale Wertschöpfung. Auf diese Weise trägt der Rigi Batzen dazu bei, die nachhaltige Entwicklung der Region zu fördern und die Rigi auch künftig als Ort zu erhalten, an dem Naturerlebnis, Erholung und verantwortungsvolles Handeln im Einklang stehen.
Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Kooperation mit der Rigi Bahnen AG. Er entspricht den Nachhaltigkeitsanforderungen von Go Green.
