Fit werden nach Weihnachten - Tipps von Sarah van Berkel

5 Minuten
7. Januar 2022

Fit werden nach Weihnachten. Das schwirrt vielen im Kopf herum. Jetzt ist es wiedermal so weit: Neues Jahr, neue Vorsätze. Voller Tatendrang und Motivation setzen wir uns zum Jahreswechsel neue Ziele, wollen uns weiterentwickeln, verändern, ja meist optimieren. Ich zeige Dir, wie Sport und Bewegung nachhaltig wird!

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Fit werden Trainingstipps Sarah van Berkel gogreen

Nachhaltig fit werden heisst auch: Vor dem Losrennen musst du einen Plan haben!  Bild: istock.com

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Zu den beliebtesten und typischen Vorsätzen gehören Abnehmen und mehr Sport zu treiben. Die letzten Wochen der Festtags-Völlerei also am besten schnell mal ungeschehen machen. Ich finde solche Vorsätze grundsätzlich nicht schlecht. Doch leider hapert es bei den meisten in der Umsetzung und in der Nachhaltigkeit. Deshalb habe ich einige Tipps, wie es besser gelingt, die sportlichen Vorhaben 2022 in die Tat umzusetzen.

Fit werden – alles beginnt im Kopf

  • Positive Selbstgespräche

Bevor wir überhaupt konkret mit dem sportlichen Teil beginnen, etwas zur Einstellung. Denn alles beginnt im Kopf. Ob wir unser gestecktes Ziel erreichen, diszipliniert und motiviert dran bleiben. Was schlussendlich über den Erfolg und Misserfolg unseres Vorhabens entscheidet, beginnt bereits mit unserer Einstellung. Wie du also mit dir selbst sprichst, ist entscheidend für den Erfolg deines Vorhabens. Willst du dich mit deinem Vorsatz bestrafen, weil du zu viel gegessen hast und es dir über die Festtage gutgehen lassen hast? Eine schlechte Idee. Denn die negativen Gedanken führen schon mal nicht zu Freude und einem guten Körpergefühl, sondern zu einem schlechten Gewissen und schlechtem Selbstwertgefühl. Die sportlichen Einheiten im neuen Jahr sollen eine Belohnung für dich sein. Jede anstrengende Minute, jeder Tropfen Schweiss ist ein Schritt zu einem besseren Körpergefühl.

  • Das Richtige finden

Ich bin der Meinung: Wer sich bloss bewegt, um Kalorien zu verbrennen und dabei gar keinen Spass hat, wird es schwer haben, dran zu bleiben. Beim breiten Angebot an Bewegungsmöglichkeiten bin ich mir auch sicher, dass jede und jeder eine Tätigkeit findet, welche ihm oder ihr gefällt. Finde also zuerst mal heraus, was dir gefällt. Bist du eher der Ausdauertyp? Gefällt es dir, dich in der Natur zu bewegen? Musst du dich völlig auspowern und schwitzen, damit du befriedigt bist? Bist du eher der Einzelsportler oder magst du Lektionen in der Gruppe? Blühst du in einem Match in einer Spielsportart erst so richtig auf?

Oder wie wäre es, einmal etwas ganz Neues und Aussergewöhnliches auszuprobieren wie zum Beispiel Flying Dance Kurse oder Bungee Fitness? Ich selber liebe die Abwechslung. Für mich funktioniert ein Mix aus hochintensiven, eher kurzen Trainings (zum Beispiel Bootcamp), längeren, weniger intensiven Einheiten draussen an der frischen Luft (Joggen, Walken, Langlaufen, Eislaufen) und Yoga oder Stretching.

Fit mit Yoga Sarah van Berkel gogreen

Yoga im Mix mit anderen Sachen kann sich für dich auszahlen und Spass machen.  Bild: istockphoto

Das Sport-Training mit Plan durchführen

  • Regelmässigkeit 

Habe ich erst Mal gefunden, was mir gefällt, kann ich loslegen. Doch mit dem Sportprogramm von 0 auf 100 ins neue Jahr zu starten, ist keine gute Idee. Wer es übertreibt, büsst meist die Resultate wieder ein, weil Motivation und Energie genau so schnell nachlassen, wie sie gekommen sind. Besonders, wenn sich die Resultate nicht so schnell wie gewünscht einstellen. Oder weil sich Schmerzen bemerkbar machen, weil der Körper noch nicht für die Belastung bereit war. Als Verfechterin von Plänen empfehle ich also, sich ein mittelfristiges Ziel zu setzen, und danach nach einem Plan zu trainieren – regelmässig und langfristig.

  • Jedes Training lohnt sich

So typisch die guten Vorsätze, so weit verbreitet sind auch die guten Ausreden. „Keine Zeit“ ist wohl die gängigste, welche jede und jeder sicher schon mal gebraucht hat – ich inklusive. Nach meiner Spitzensportkarriere ging es eine Weile, bis ich mich von der «Alles oder nichts»-Einstellung verabschieden konnte. Ich dachte also: Wenn ich kein richtig gutes, langes Training machen kann, dann kann ichs gleich sein lassen. Mittlerweile – und vor allem seit meiner Schwangerschaft vor zwei Jahren – sehe ich das ganz anders.: Jede Einheit, sei sie auch noch so kurz, bringt etwas. Die Rechnung ist einfach: Trainiere ich 2022 5 Mal pro Woche 15 Minuten – und die Viertelstunde hat wohl jede und jeder zur Verfügung – sind das im Jahr 2022 60 Stunden Training!

Auch ich habe mir für 2022 etwas vorgenommen. Es hat jedoch nichts mit Sport zu tun: weniger Handykonsum. Doch die meisten erwähnten Punkte lassen sich auch bei diesem oder anderen Themen anwenden: Positive Selbstgespräche, Geduld, nicht von 0 auf 100. Und jeder Schritt vorwärts, sei er noch so klein, ist ein kleiner Schritt in Richtung Ziel.

Die Autorin ist eine ehemalige Schweizer Eiskunstlauf-Europameisterin. Heute arbeitet sie als Sportjournalistin.

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