Indoor-Workout: Trainingstipps von Sarah van Berkel

3 Minuten
November 5 | 2021

Indoor-Workout ist angesagt. Denn der Herbst ist da und der Winter naht. Wenn du keine Lust auf Kälte und Nässe hast, helfen dir die Trainingstipps von Sarah van Berkel für daheim. Sie hat einen YoutTube-Kanal, vier Apps und ein Gerät für dich und dein Workout zuhause ausgesucht.

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Indoor Training mit Sarah van Berkel

Mit der Zwift-App für Radfahrerinnen ist das Indoor-Workout zuhause viel einfacher.  Bild: Zwift

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Trainingstipps sind auch in der kalten Jahreszeit wichtig. Jetzt, wo die Temperaturen sinken, der Nebel oft den blauen Himmel verhüllt. Es soll ja Menschen geben, die mögen den Herbst. Ich gehöre nicht dazu. Und das beeinflusst auch meine Sport-Motivation. Klar, bei schönem Wetter und Sonnenschein gehe auch ich gerne joggen. Und manchmal gibt es gar Tage, da geniesse ich eine Laufrunde in Wind und Regen. Und mit meinem Sohn gehe ich sowieso bei jedem Wetter raus. Aber wenn ich mal keine Lust habe, mir zuerst drei Schichten anzuziehen und dann noch Kappe, Handschuhe, Regenjacke, bleibe ich auch regelmässig zuhause für ein Training. Und mache mein Home Workout.

Indoor-Workout: Apps und Co. für drinnen

Seit dem Lockdown haben die meisten ihre Indoor-Trainings optimiert. Bei mir hat es im Mutterschaftsurlaub angefangen, während dem Lockdown habe ich etwas Equipment angeschafft – oder es gebastelt – und nun bin ich gut ausgerüstet. Hier meine fünf Top-Tipps und -Apps fürs Home-Workout sowie für die Regeneration:

 

Indoor-Workout Apps - eine Liste und Tipps

Apps und Co.: Für ein Indoor-Workout gibt es viele sehr gute Ideen auf deinem Handy.  Bild: istock.com

  • YouTube: Die App kennt wohl jeder. Das Schwierige ist, im Dschungel von Angeboten das Richtige für sich selber zu finden. Ich liebe den Fitness-Kanal von Sydney Cummings:

Die Fitness-Trainerin bietet viele verschiedene Trainingsvideos an (gratis). Und sie motiviert mich auch an grauen Tagen. Die Trainings mag ich, weil es für die meisten Übungen eine einfachere und schwierigere Variante gibt. An Sydney Cummings mag ich, dass sie zwar äusserst durchtrainiert ist, ich aber nie das Gefühl habe, sie sei eine menschliche Maschine. Ganz authentisch versucht sie zum Beispiel, nicht zu verstecken, wenn auch sie mal ganz schön ausser Atem ist.

  • Seconds: Die Intervall-Timer-App macht ein strukturiertes Training einfach. Zu Beginn muss man sich ein bisschen Zeit nehmen für die Vorbereitung der Trainings, wenn man keine Standard-Varianten machen möchte. Für individuelle Workouts können die Übungen – zum Beispiel Liegestützen, Burpees, Kniebeugen – , die Länge und die Anzahl Intervalle sowie auch die Musik dazu programmiert werden.

Training in Fantasielandschaften

  • Zwift: Wenn du Radtrainings liebst, sie dich aber indoor eher langweilen, ist diese App das Richtige für dich. Mit der Rolle, einem Geschwindigkeits- oder Leistungsmesser und dem Fernseher oder dem Smartphone gekoppelt, kannst du dich mit anderen Fahrer*innen messen und durch Fantasielandschaften wie «Wattopia», aber auch die Städte wie New York fahren. Ein Training mit Videogame- und Wettkampf-Feeling zugleich.
Home Workout Sarah van Berkel gogreen

Indoor-Workout mit Sarah van Berkel: mit einem Sypoba-Gerät kannst du drinnen diverse Übungen machen. Und trainieren. Bild: JVB

  • HRV4Training: Wer intensiv trainiert, muss sich auch gut erholen. Dabei hilft diese App. Mit ihr wird die Herzfrequenzvariabilität, kurz HRV, gemessen. Im Gegensatz zum Puls, der die Herzschläge pro Minute misst, werden bei der Variabilität die Pausen zwischen den Schlägen analysiert. Die Messung geschieht ganz einfach über den Sensor in der Smartphone-Kamera. Warum das ganze? Die Analyse gibt Auskunft über den aktuellen Ermüdungs- bzw. Erholungszustand. Wichtig ist jedoch, dass über einen längeren Zeitraum jeweils morgens gleich nach dem Aufwachen gemessen wird. Für mich ist es eine Möglichkeit, meinen Körper besser kennenzulernen sowie mein Trainingspensum an diesem Tag anzupassen.
  • Sypoba: Last, but not least mein Lieblings-Trainingsgerät. Sypoba ist kein App, sondern ein multifunktionales Balance-Board, welches mich seit Spitzensport-Tagen begleitet. Nach dem Rücktritt habe ich es etwas zur Seite gelegt – nun kommt es wieder regelmässig zum Einsatz. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass man damit einfach die Balance trainiert. Dem ist aber nicht so. Durch die instabile Unterlage werden alle herkömmlichen Übungen erschwert, zudem werden Stabilität, Kraftausdauer und Schnellkraft trainiert. Ein ganzheitliches Training, welches nie langweilig wird.
Die Autorin ist eine ehemalige Schweizer Eiskunstlauf-Europameisterin. Heute arbeitet sie als Sportjournalistin.

Kommentare

  • Nicolas:

    Hallo Sarah,
    Ich bin gerne auf dem Bike oder Rennvelo unterwegs, seit dem Lockdown habe ich mir einen Elite-Rollentrainer gekauft, jedoch habe ich etwas Mühe mit dem Verhältnis
    1Std mit wenig Km = cirka 33km. Arbeite mit einem Garmin.
    Lg Nicolas

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