Mehr nachhaltige Anlagen - Greenpeace kritisiert

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Juli 7 | 2021

Gemäss Swiss Sustainable Finance flossen 2020 massiv mehr Gelder in nachhaltige Anlagen. Greenpeace Schweiz will mit einer Studie belegen, dass viele solcher Anlagen dem Klima sogar schaden.

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Nachhaltig investieren: Die Anteile steigen, über die Wirkung wird heftig debattiert.

Bild: istock.com/Galeanu Mihai

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Die Bewegung ist immens: 2020 hat das Volumen nachhaltiger Anlagen um 31 Prozent zugenommen. Die von Swiss Sustainable Finance (SSF) in Kooperation mit dem Center for Sustainable Finance and Private Wealth der Universität Zürich veröffentlichte Studie zeigt auch, dass nachhaltige Fonds gar eine Zunahme von 48 Prozent erfuhren und nun 52 Prozent der gesamtschweizerischen Fonds-Anteile ausmachen. Über 30 Prozent der in nachhaltigen Fonds investierten Gelder sind mittlerweile mit Labeln wie FNG-Siegel, GRESB, Label ISR oder LuxFlag zertifiziert.

Greenpeace schlägt Alarm

Eine ebenfalls nun publizierte Greenpeace-Studie wirft ein kritisches Licht auf die Erfolgsgeschichte von nachhaltigen Fonds. Viele der Produkte seien weder nachhaltiger als konventionelle Fonds, noch trügen sie zur Lösung der Klimakrise bei. Die meisten der sogenannt nachhaltigen Anlagen würden dem Klima konkret sogar schaden. Greenpeace fordert von Banken und Vermögensverwaltern nun strenge Mindestanforderungen für nachhaltige Anlagen. Diese müssten sich an den Pariser Klimazielen mit einer maximalen globalen Erwärmung von 1,5 Grad ausrichten.

Der Journalist ist Co-Founder und Chefredaktor des Magazins
Go Green.
www.christianbuerge.com

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