Mobility bringt ab 2023 im grossen Stil Elektroautos

3 Minuten
5. August 2021

Bis 2030 will Mobility komplett elektrifiziert sein. Ab 2023 setzt die Firma mehrere hundert E-Autos ein. Die Nachfrage ist gross, die Reichweiten werden besser. Und jetzt soll für die Elektroautos auch mit den Ladestationen vorwärts gemacht werden.

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Grosse Nachfrage: Mobility testet an der Europaallee in Zürich derzeit auch einen Honda e.   Bild: zvg

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Seit Dezember testet Mobility an der Zürcher Europaallee verschiedenste E-Autos. Fahrzeuge wie der Seat Mii electric, ein Renaul Zoé, ein Hyunday Kona electric, ein Audi e-tron, das Tesla Model 3 sowie Honda e, VW ID 3, Fiat 500e und Aiways U5. „Die Nachfrage liegt über anderen Autos“, sagt Kommunikationschef Patrick Eigenmann. „Das zeigt, dass unsere Kunden an Elektromobilität interessiert sind. Und sie probieren gerne Neues aus.“

Mobility will 3000 Elektro-Fahrzeuge

Die Pläne der Firma gehen klar in Richtung e-Mobilität. Bis 2030 will man die gesamte Flotte von 3000 Fahrzeugen elektrifizieren. Bis 2023 sollen es immerhin mehrere hundert sein. „Dies einerseits, weil wir selber Standorte umrüsten. Andererseits, weil eine Zusammenarbeit mit der SBB 150 E-Fahrzeuge an Bahnhöfen ermöglicht. Ab 2023 wollen wir dann im grossen Stil Elektroautos bringen.“ Die Ladestellen-Infrastruktur wird Mobility mit den Partnern Juice Technology, Evtec und Helion vorantreiben. 300 Ladestationen bis in drei Jahren. „Wir wollen soviele wie möglich. Wir möchten als Vorreiter vorangehen“, sagt Mobility-Geschäftsführer Roland Lötscher. Im September 2020 zählte die Schweiz knapp 29 000 reine Elektrofahrzeuge. Tendenz stark steigend.

Mobility allein will an 1500 Standorten eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos ausbauen.   Bild: zvg

Rund 2000 Ladestationen 2000 und 5000 Ladepunkte verteilen sich aufs Land. Die Infrastruktur reicht derzeit aus, ist im europäischen Vergleich sogar überdurchschnitlich. Sie muss der explodierenden Nachfrage aber angepasst werden. Mobility allein hat das Ziel, an 1500 Standorten eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. „Alle unsere E-Autos sind mit einer Karte für die Schnellladestationen von Gofast ausgerüstet. 150 Kilometer Reichweite können in 10 Minuten geladen werden“, sagt Eigenmann. Die Firma will vor allem in städtischen Gebieten weiter wachsen, wo ein klarer Trend Richtung Car-Sharing zu sehen ist.

„Wir wollen klimaneutral werden“

Mobility wird stark an Nachhaltigkeitskriterien gemessen. „Wir sehen die  Energieetikette als massgebend. Sie beurteilt auch Treibstoffverbrauch und Energieeffizienz. Bei Mobility haben neun von zehn Autos die höchste Auszeichnung „A“ oder „B“. Mittelfristig werden wir aber komplett emissionslos unterwegs sein, mit Ökostrom fahren und auch als Unternehmen klimaneutral werden.“

Der schnelle Umbau bei Mobility ist auch der fordernden Kundschaft geschuldet. „Rund die Hälfte wohnt in einer der acht grössten Schweizer Städte. Sie hat eine höhere Ausbildung und misst dem Auto keinen übermässigen Status bei“, sagt Eigenmann. „Viel wichtiger sind ihnen Zweckmässigkeit, Preisvorteile und ökologische Nachhaltigkeit. Wir sehen gerade bei jungen Menschen, dass diese Faktoren immer wichtiger werden.“

Autor:in: Christian
Bürge
Der Journalist ist Co-Founder und Chefredaktor des Magazins
Go Green.
www.christianbuerge.com

Kommentare

  • Wernerli:

    ein grosser Schritt in die richtige richtung!!!

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