Ausstellung "climate fiction" in Zürich

2 Minuten
8. Dezember 2022

Die Klimakrise verändert unsere Umwelt und bedroht unsere Lebensgrundlagen. Doch was bedeutet das? „climate fiction“-Bücher entführen in klimaveränderte Welten. Die Ausstellung „climate fiction“ in Zürich widmet sich dieser Literatur noch bis am 8. Januar 2023.

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Climate Fiction Ausstellung

Mutter Erde: Eine Ausstellung im Strauhof inszeniert „climate fiction“-Bücher, die uns in Welten «nach» der Klimakrise eintauchen lassen.  Bild: Strauhof

„Climate fiction“ lässt sich als eine neue Form der engagierten Literatur begreifen. Im Wissen um den Klimawandel zeichnet sie Szenarien einer möglichen Zukunft. Sie tut dies in der Hoffnung, dass uns diese Erzählungen helfen, eine aktive Haltung zur Klimakrise einzunehmen.

Ausstellung „climate fiction“ – Unvorstellbares erlebbar machen

Seit jeher erzählt die Literatur von Menschen und der Umwelt, von Visionen und Katastrophen. Angesichts der Erkenntnis, dass die drohende Klimakrise vom Menschen verursacht wird. Jüngst erscheinen immer mehr Bücher unter dem Label «climate fiction». Durch diese tauchen wir ein in das Leben auf einem Planeten, den die Menschen geophysikalisch verändert haben. Bedingungen und komplexe Zusammenhänge werden über die Sprache erfahrbar und unvorstellbare Zukunftswelten erlebbar.

«Es ist die Zukunft die wir retten, vor uns, für uns»

Mit diesem Zitat von Amanda Gorman begrüsst die Ausstellung „climate fiction“ im Strauhof in Zürich. Sie bringt uns Geschichten und Gedichte näher, die von Hitze, Wasser und Gletschern handeln. Stories, die von drastischen Veränderungen und vom schwindenden Vertrauen zwischen den Generationen erzählen. Aber auch von Verantwortung und von der Hoffnung auf eine bessere Welt.

Eine raumgreifende Installation inszeniert den wiederentdeckten, visionären Hitzeroman „Présence de la mort“ (1922) von Charles Ferdinand Ramuz ebenso wie die wichtige und umfassende Utopie „The Ministry for the Future“ (2020) von Kim Stanley Robinson. Weitere Texte in der Ausstellung stammen von Paolo Bacigalupi, Amanda Gorman, John Lanchester, Maja Lunde, Imbolo Mbue, Ian McEwan und Simone Weinmann.

Ausstellung mitten in der Zürcher Altstadt

Bis am 8. Januar 2023 kann die Ausstellung im Strauhof besucht werden. Mitten in der Zürcher Altstadt lässt sich ein Besuch mit einem (vorweihnachtlichen) Stadtbummel verbinden. Und es findet sich bestimmt eine interessante Lektüre, die für Gesprächsstoff an der weihnachtlichen Familienfeier gut ist.

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Autor:in: Nicole
Saunier
Die Autorin berät Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit und sagt: "Die Wirtschaft ist ein wichtiger Teil der Lösung."
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